Direkt zum Inhalt
Zurück zur Thematik Phytotherapie

Zypresse als Verbündete gegen winterliche Infektionen

Ein großer Anteil der ORL- und Lungeninfektionen, die in der Arztpraxis diagnostiziert werden, sind viralen Ursprungs.  Eine interessante Variante zur Vorbeugung oder Behandlung dieser Art von Infektionen besteht in der Verwendung bestimmter antiviral wirkender Pflanzen wie die Zypresse. Dies wurde anlässlich einer Studie zur Prüfung der viruziden Wirkung eines Zypressenextraktes an vier respiratorischen Viren aufgezeigt.

Für ORL- und Lungeninfektionen verantwortliche Viren

Vier Virustypen lösen bei Erwachsenen ORL- und Lungeninfektionen aus1 :

  • Das Influenzavirus ist für die Grippe verantwortlich.
  • Rhinoviren sind hauptsächlich für harmlose Infektionen der oberen und unteren Atemwege verantwortlich.
  • Coranaviren sind für Erkrankungen verantwortlich, die vom banalen Schnupfen bis zum Schweren Akuten Respiratorischen Syndrom (SARS) reichen.
  • Die etwas selteneren Parainfluenzaviren verursachen ebenfalls eine bestimmte Anzahl von Atemerkrankungen, die vom banalen Schnupfen bis zur Lungenentzündung reichen.

Zypresse

Lateinischer Name: Cupressus sempervirens L.
Die Zypresse ist ein aus Osteuropa und Westasien stammender Nadelbaum. In der Phytotherapie werden die Zypressennüsse (auch Zapfen genannt) verwendet. Im antiken Griechenland wurde die Zypresse vor allem aufgrund ihrer Wirkung gegen Hämorrhoiden eingesetzt. Heutzutage ist die Zypresse aufgrund ihrer antiviralen Eigenschaften und ihrer schützenden Wirkung auf die Bindehaut (insbesondere bei Veneninsuffizienz verwendet) bekannt.

Viruzide Wirkung der Zypresse

Eine in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlichte Studie2 hat die viruzide Wirkung  (die Fähigkeit, ein Virus zu töten) eines wässrig-alkoholischen Trockenauszugs von Zypressenzapfen, hier Zypressenextrakt genannt, bewertet.

Wässrig-alkoholischer Auszug? 
Der Begriff wässrig-alkoholisch bedeutet, dass eine Wasser-Alkohol-Mischung als Lösungsmittel benutzt wurde, um die Wirkstoffe der Pflanze zu extrahieren.

Die viruzide Wirkung des Zypressenextraktes wurde in vitro bewertet, d.h. der Versuch wurde im Labor außerhalb eines lebenden Organismus in einem Reagenzglas oder einer Petrischale an vier menschlichen respiratorischen Viren durchgeführt:

  • Influenza A-H1N1
  • Parainfluenza Typ 3
  • Coronavirus
  • Rhinovirus

Für einige dieser Viren wurden bis jetzt noch keine Pflanzenextrakte getestet.

Der Zypressenextrakt wurde 60 Minuten lang bei 37°C mit den Viren in Kontakt gebracht, und zwar in vier verschiedenen Verdünnungen: 1%, 20%, 40%, 80%. L’extrait de cyprès à 40% a eu un effet virucide sur le coronavirus et le virus parainfluenza de type 3 et celui à 80% a eu un effet virucide sur tous les virus testés. Der 40%ige Zypressenextrakt hatte einen viruziden Effekt auf das Coronavirus und das Parainfluenzavirus Typ 3, der 80%ige Extrakt hatte einen viruziden Effekt auf alle getesteten Viren.

Zypresse als Verbündete gegen winterliche Infektionen

Nach dem in-vitro-Kontakt mit dem Zypressenextrakt haben die Viren ihre Infektiosität verloren.

Wer kann ihnen die beste empfehlung geben ?

Wer kann ihnen die beste empfehlung geben ?

Finden Sie hier die beste Fachperson. Lassen sie sich individuell beraten
Lassen sie sich individuell beraten